Handeln – nicht reden – Firma Reitz Natursteintechnik

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Handeln – nicht reden – Firma Reitz Natursteintechnik

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ASSLAR/WETZLAR (pre). So eine schnelle Spendenzusage hat Diakon Christof Mayer noch nie erhalten. Keine zehn Minuten dauerte das Gespräch mit Egbert Reitz, dann war klar: Mit einer Spende von 27 600 Euro ermöglicht die Firma Reitz Natursteintechnik aus Aßlar die Weiterbeschäftigung zweier wichtiger Mitarbeiter bei der Tafel Wetzlar.

Bisher waren Adlen Küle und Thomas Schaub im Rahmen des Bundesprogramms „Soziale Teilhabe“ bei der Tafel tätig. Es sollte die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen fördern. Während Schaub vor allem im Fahrdienst aktiv ist und zum Beispiel für die Auslieferung von Essen eingesetzt wird, betätigt sich Küle als Hausmeister, mäht Rasen oder repariert Dinge. Die Soziale Teilhabe lief Ende 2018 aus und damit standen auch die beiden Männer vor einer ungewissen Zukunft. Die Tafel möchte sie nicht verlieren, muss aber für die Teilnahme am Folge-Förderprogramm, so Mayer, einen Eigenanteil von zehn bis 30 Prozent zahlen. Für eine Organisation wie die Tafel und ihren Träger, die evangelische Kirchengemeinde Niedergirmes, sei das aus Eigenmitteln nur sehr schwer zu leisten.

An dieser Stelle kommt Hans-Peter Bautz aus Laufdorf ins Spiel. Er ist als Küster für die Kirchengemeinde Niedergirmes tätig, kennt die beiden Männer gut und schätzt ihre Arbeit. Und: Er wohnt seit 30 Jahren neben Egbert Reitz. „Mir war klar, dass er mir das nicht abschlagen kann“, sagt Bautz scherzend mit Blick zu Reitz. Und in der Tat. „Maximal dreieinhalb Minuten“, schätzt Bautz, dauerte das Gespräch, dann sagte Reitz: „Jawoll,ich bin dabei.“

Für seine Entschlossenheit ist der 56-jährige Firmenchef bekannt: Als der CVJM Schöffengrund vor Jahren in eine Freizeit fahren wollte und nur winzige Anhänger hatte, schritt Reitz ein. „Moment, ich organisiere was“, sagte er. Wenig später fuhr ein echter Sattelzug vor. Mit dem reisen die Kinder und Jugendlichen nun seit 25 Jahren zu ihren Freizeiten.

Bei der Spendenübergabe am Donnerstag 21.2. rechnete Mayer dem Firmenchef die Entschlossenheit auch im Fall der Spende an die Tafel hoch an. Und Reitz erklärte trocken: „Es gibt Sachen, die muss man einfach tun und nicht lange darüber reden.“ Besonders gefiel Reitz und seinem Sohn Christopher die Tatsache, dass die Tafel zwei älteren Arbeitnehmern eine Chance gibt. „Auch wir bei uns stellen Leute über 50 ein“, erläutert der Juniorchef. „Sie bringen Lebenserfahrung mit.“ Mit der Spende aus Aßlar ist die   Beschäftigung von Adlen Küle und Thomas Schaub laut Diakon Mayer für weitere drei Jahre gesichert

Pascal Reeber WNZ