Kirchenkreis an Lahn und Dill berichtet über Tafel Wetzlar

Situation der Tafel Wetzlar wird immer schwieriger
Geldspenden, Lebensmittel und ehrenamtliche Mitarbeit werden gebraucht:

Grundsätzlich gehe es der Tafel Wetzlar gut, berichtet Diakon Christof Mayer.

Die Mitarbeitenden sind weiter sehr motiviert. „Wir arbeiten mit bis zu 50 Langzeitarbeitslosen, etwa 20 Ehrenamtlichen und zwei bis drei Bundesfreiwilligen.“ Zudem freut sich der Leiter der Tafel Wetzlar auf die Eröffnung der Tafelcafés ab 2. Mai, denn darauf mussten die Kundinnen und Kunden jetzt zwei Jahre lang verzichten. Bislang können auch noch alle, die Lebensmittel abholen, sinnvoll unterstützt werden.

 

Es gibt jedoch große und beunruhigende Herausforderungen. Einerseits sind die Mitarbeitenden durch Corona und die nun steigenden Zahlen der Menschen, die die Tafel nutzen müssen, stark belastet. Die stärkste Woche in 2021 war die Weihnachtswoche mit der Ausgabe von 755 Lebensmittelkörben. Inzwischen sind es schon 100 Körbe mehr pro Woche, die ausgegeben werden. „Ab 900 Körben wird es langsam kritisch“, konstatiert Mayer. Die seien jedoch mit den vielen Neuaufnahmen bereits abzusehen. War während der Pandemie 2020 ein deutlicher Rückgang der Abholungen spürbar, so ist seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar dieses Jahres eine Steigerung gegenüber dem Spitzenwert 2021 um gut elf Prozent festzustellen und gegenüber dem Durchschnittswert von 688 Lebensmittelkörben pro Woche eine Steigerung um sogar 23 Prozent.

Gründe hierfür sind einmal die deutlich weiter steigenden Preise seit Kriegsbeginn. Dazu gehören auch Diesel-, Strom- und Heizkosten, die für den Betrieb der Tafel nötig sind. Zum anderen werden nun auch Menschen aus der Ukraine mit Lebensmitteln unterstützt.

„Wir versuchen so lange wie möglich so viele Menschen wie möglich zu unterstützen, indem wir auch die geflüchteten Menschen in unser normales System aufnehmen“, so Christof Mayer. Aber: „Die Tafeln und auch die Tafel Wetzlar können nicht die Grundversorgung der geflüchteten Menschen übernehmen. Das ist staatliche Aufgabe.“ Und: „Sollten die Zahlen der auf die Tafel angewiesenen Menschen weiterhin so steigen wie jetzt, kommen wir in relativ kurzer Zeit an unsere Grenzen. Dann reichen die Lebensmittel nicht mehr.“

Wie kann man helfen? Da gibt es mehrere Möglichkeiten, sagt Christof Mayer:

  • Lebensmittel werden gebraucht: Obst und Gemüse sowie Kühlware (Wurst, Käse, u.a.). Nicht nur Firmen, auch Privatpersonen können diese spenden. „Hier wäre es wichtig, mit uns als Tafel vor Ort Kontakt aufzunehmen um abzuklären welche Waren hilfreich sind.“ Kontakt: Christoph Lowak (Logistik) 0157 83 28 79 01
  • Hilfreich ist darüber hinaus ehrenamtliche Mitarbeit. Gerade wenn die Tafelcafès wieder öffnen, aber auch bei der Sortierung und in allen anderen Bereichen der Tafel werden zusätzliche ehrenamtliche Hände gebraucht.
  • Bislang sind die Geldspenden noch stabil. Doch wird auch hier infolge der allgemeinen Lage ein Einbruch befürchtet. 60.000 bis 70.000 Euro werden pro Jahr an Spenden benötigt. Für 2022 erwartet Mayer 15.000 bis 20.000 Euro an Mehrkosten. Hier bittet der Tafel-Leiter um weitere Geldspenden.

Ganz wichtig ist dem Leiter der Tafel Wetzlar, dass kein Ausspielen von unterschiedlichen Menschen, die von Armut und Bedürftigkeit betroffen sind, wie Bedürftigen und Geflüchteten, stattfindet. Dies gelte für die Diskussion und die Wortwahl in der Öffentlichkeit, für die Organisation innerhalb derTafel und auch für die Politik. Von der Politik erwartet Christof Mayer, „dass Menschen, die von Grundsicherung, ALG II oder anderen Transferleistungen leben müssen und nicht genug zum Leben haben, deutlicher als geplant unterstützt werden.“

Uta Barnikol-Lübeck

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