Ausweis für die Tafel

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Damit das Miteinander gut klappt und Irrtümer vermieden werden gelten folgende Regeln bei der Tafel:

1. Jeder Mensch der bedürftig ist – egal welcher Religion, Herkunft, Geschlecht, sexuellen Orientierung…… ist bei der Tafel Wetzlar willkommen.

2. Freundlichkeit und Respekt bringen wir jeder Kundin und jedem Kunden entgegen. Wir erwarten von jeder Kundin und jedem Kunden, dass sie/er Freundlichkeit und Respekt den MitkundInnen und den Mitarbeitenden entgegen bringt.

3. Konflikte sind menschlich. Sie werden in den Räumen der Tafel mit Worten und mit dem nötigen Respekt ausgetragen. Gewalt ist keine Option.

4. Die Lebensmittel, die ausgegeben können, sind Spenden. Wir wissen nicht, wie viele Spenden an einem Tag eingehen. Deshalb kann die Menge und das Angebot, das wir weitergeben können, schwanken. Sollten sehr wenige Lebensmittel an einem Tag da sein, werden die Mitarbeitenden darauf hinweisen.

5. Es gibt keine Rechtsanspruch auf einen Ausweis der Tafel und auf Ausgabe von Lebensmitteln. Die Tafeln arbeiten freiwillig und ergänzend zu den staatlichen Leistungen.

6. Was wir an Lebensmittel haben verteilen wir möglichst fair und gerecht.

Jede und jeder, die/der bedürftig ist und im Einzugsgebiet lebt, kann sich bei der Tafel Wetzlar registrieren lassen und einen Ausweis beantragen.

Dieser Ausweis berechtigt dazu zwei Mal in der Woche Lebensmittel in einer der Ausgabestellen abzuholen.

Sie benötigen für die Ausstellung eines Tafel-Ausweises einen gültigen (Personal-)Ausweis und dazu

entweder

eine Kopie eines aktuelle Bescheids vom Jobcenter über Leistungen zum ALG 2 bzw. Hartz 4 oder

eine Kopie eines aktuelle Bescheids über Grundsicherung oder

eine Kopie eines aktuelle Bescheids über Wohngeld

Kopie(n) über den Nachweis eins insgesamt niedriges Einkommen (Liste hier öffnen) z.B. Rentenbescheid, Bafög-Bescheid, Mini-Job…

Die Kopie benötigen wir als Nachweis für unsere Unterlagen. Der Bescheid wird allermeist vor Ort in einem Tafelladen geprüft. Der Ausweis wird – falls möglich – sofort ausgestellt

Zur Zeit ist es noch möglich das jede Kundin / jeder Kunde zwei Mal pro Woche Lebensmittel bei einem der Tafelläden abholen kann.

Häufigere Abholungen sind nicht möglich und nicht erlaubt.

Der Ausweis, der von der Tafel zur Verfügung gestellt wird, ist so lange gültig, wie der Bescheid des Jobcenters, der Grundsicherung, der Rente etc. gültig ist.

Für die Erstellung eines Ausweises fällt keine Gebühr an. Bei Verlust und Ersatzausstellung fällt eine Gebühr an.

Wir bitten Sie, auf Ihren Tafel-Ausweis acht zu geben und ihn sorgfältig aufzubewahren.

Sollte er doch verloren gehen, so können Sie einen neuen Ausweis beantragen. Hilfreich ist es, wenn Sie die Ausweisnummer wissen.

Für die Erstellung eines neuen Ausweises fällt eine Gebühr von 2 € an.

  • Tafelläden Bahnhofstraße und Niedergirmes: Die Tafelausgaben öffnen ca. 30 Minuten vor der Registrierung. Die Kundinnen/Kunden werden tischweise registriert. Sie erhalten eine Nummer, die aufgerufen wird.
  • Tafelausgaben Aßlar, Braunfels, Schwalbach: Die Kundinnen/Kunden bekommen eine Nummer zu Beginn der Öffnungszeit zugelost.
  • Wer registriert wurde, kann nicht zurückziehen (keine Erstattung der Münze)
  • Wird die Nummer der Kundin/des Kunden aufgerufen, kann sie/er sich in den Ausgaberaum begeben und die entsprechenden Lebensmittel abholen.
  • Kundinnen/Kunden, die unabgesprochen bei Aufruf nicht da sind, fallen automatisch an den Schluss der Ausgabe nach der letzten regulären Nummer zurück.
  • Der Tafel-Ausweis muss an jeder Station (Gemüse, Obst, Kühlware, Extras…) vorgezeigt werden, damit die Mitarbeitenden anhand der auf dem Tafel-Ausweis vermerkten Personenzahl die richtige Warenmenge ausgeben können.
  • Ausgesuchte Ware kann nicht umgetauscht, nur zurückgegeben werden.
  • Eine Abholung der Lebensmittel ist nur an eine Person ab 18 Jahren möglich.
  • Für die Abholung von Lebensmittel muss maximal mit einem Zeitaufwand von ca. 2 Stunden gerechnet werden. In der Regel geht es schneller.
  • Es gibt eine gewisse Wahlmöglichkeit bezüglich der Lebensmittel. Was gewählt werden kann, teilen die Mitarbeitenden (nach Art und Menge der vorhandenen Lebensmittel) mit.
  • Die Menge der Lebensmittel richtet sich nach der vorhandenen Ware und der Anzahl der auf dem Tafel-Ausweis registrierten Personen.
  • Es kann nur die Ware verteilt werden, die an diesem Tag an die Tafel Wetzlar gespendet und zur Ausgabe an die Tafelausgaben geliefert wurde.
  • Es gibt keinen Rechtsanspruch auf die Ausgabe von Lebensmitteln.
  • Es gibt weder einen Anspruch auf bestimmte Lebensmittel noch auf eine gewisse Lebensmittelmenge.
  • Die Abgabe der Lebensmittel durch die Tafel Wetzlar ist freiwillig.
  • Was an Lebensmittel vorhanden ist, wird fair und gerecht verteilt.
  • Lebensmittel und andere Waren, die bei der Tafel Wetzlar ausgegeben werden, dürfen von den Kundinnen/Kunden nicht verkauft werden.
  • Ausgegebene Lebensmittel dürfen nicht weggeworfen werden. Wenn ein Lebensmittel nicht passend ist, bleibt es im Tafelladen und steht einer anderen Kundin/einem anderen Kunden zur Verfügung.
  • Ohne gültigen Tafel-Ausweis werden keine Lebensmittel abgegeben.
  • Ohne gültigen Bescheid (Kopie) wird kein Tafel-Ausweis ausgestellt oder verlängert.
  • Die Verantwortung dafür, ob ein Lebensmittel noch verzehrbar ist, übernimmt jede Kundin / jeder Kunde selbst. Die Prüfung jedes Lebensmittels auf Verzehrbarkeit durch die Kundin / den Kunden ist unverzichtbar.

Kundinnen/Kunden, die sich aus gesundheitlichen oder anderen nachvollzieh-baren Gründen nicht in der Lage sehen, sich am normalen Ablauf der Abholung teilzunehmen, können sich zur Abholung ihrer Lebensmittel bei EINER Tafelausgabe schriftlich anmelden. Zu einem festgelegten Termin kann dann eine vorgepackte Kiste abgeholt werden.

Wird die Kiste zwei Mal ohne Nachricht/Entschuldigung nicht abgeholt, verfällt die Berechtigung zur Abholung zum gesonderten Zeitpunkt.

Die gesundheitliche oder anderweitige Einschränkung muss nachgewiesen werden (Behinderten-Ausweis, ärztl. Bestätigung oder Ähnliches).

Die Abholung erfolgt in der Regel am Ende der Ausgabezeiten der Tafelausgaben (ca. 11.30 h / 16.30 h). Anderslautende Vereinbarungen können im Einzelfall getroffen werden.

Warenwünsche wegen Unverträglichkeiten oder anderen Einschränkungen können bei der schriftlichen Anmeldung genannt werden – sofern möglich, wird darauf Rücksicht genommen.

Möglicher Personenkreis:

  • Menschen mit Behinderungen
  • Alte Menschen, die nicht im Tafel-Café warten können
  • Mütter/Väter mit Babys i.d.R. bis 6 Monaten
  • Betreute Menschen mit Betreuer/in
  • Kundinnen/Kunden, die wegen eines Arbeitsverhältnisses nicht zu den Öffnungszeiten kommen können.
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