Doppelte Freude bei der Tafel Wetzlar

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Doppelte Freude bei der Tafel Wetzlar

Diakon Christof Mayer, Leiter der Wetzlarer Tafel, und  Leiter der Verwaltung Dirk Jakob, hatten am Montag doppelten Grund zur Freude. Zum einen kamen Gerhard Röhm, Alt-Präsident, und Michael Lepper, Rotaractbeauftragter des Rotary Clubs Wetzlar, um 2500 Euro für die wichtige und engagierte Tafelarbeit zu übergeben. Zum anderen waren Thomas Poetsch, Vorsitzender des Imkervereins Wetzlar, und sein Kollege Klaus Pfeiffer dabei, die 1,5 Zentner feinsten Honig für die Tafelkunden dabei hatten. “Da ich selbst Rotarier bin, weiß ich, dass dieser Club sich auch für die Umwelt einsetzt”, so Pfeiffer. Deshalb hatten die Imker beim Rotary Club Wetzlar angefragt, ob man gemeinsam etwas tun wolle. Da dieser in der Vergangenheit schon die Tafel mit dem Apfelernteprojekt unterstützte, waren die Herren gleich dabei. “Frischer Honig direkt vom Imker hat seinen Preis, den sich unsere Kunden nicht leisten können, und dann noch aus der heimischen Region”, freute sich Mayer, der gerne die zahlreichen Fragen zur Tafelarbeit beantwortete, die trotz Corona weiter geführt wurde. “Wir betreuen den ganzen südlichen Lahn-Dill-Kreis und fast alle Kirchengemeinden aus dem evangelischen Kirchenkreis an Lahn und Dill sind dabei”, so Mayer. 900 Kunden, sprich Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt ca. 1.800 Menschen, kommen derzeit in die Tafelausgabe, um sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Hier arbeiten Langzeitarbeitslose, die selbst bedürftig sind und die Lage der Kunden einschätzen können. 650 bis 750 Körbe mit Lebensmitteln für Einzelpersonen und große Bedarfsgemeinschaften gehen pro Woche über den Tafelladentisch. Dazu gibt es die Kleiderläden, die “Kruschelbude” mit Gebrauchtwaren, Spielzeug oder Schulsachen sowie den Mittagstisch. “Jetzt geben wir statt der bis zu 150 Mittagessen pro Tag und der Belieferung der Grundschule nur Essen to go für zehn Menschen ab”, so Mayer weiter. Tief beeindruckt von Zahlen und Fakten fragte Thomas Poetsch: “Wie kann man mehr Menschen für diese wertvolle Arbeit sensibilisieren?” Die Antwort von Christof Mayer: “Weiter sagen, bei Führungen hinter die Kulissen schauen und ich komme gerne zu Vorträgen, bei denen auch kritische Fragen beantwortet werden.”

Heike Pöllmitz


 [W1]Ich hatte mich vertan in den Zahlen. Mir ist aber wichtig, dass wir realistisch und ehrlich sind.