“Gemeinde als Herberge” glaubwürdig umgesetzt

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“Gemeinde als Herberge” glaubwürdig umgesetzt

“Gemeinde als Herberge” glaubwürdig umgesetzt

Zeit für Kinder haben sie sich genommen.

Zeit für Kinder haben sie sich genommen. Mit viel Herzblut regelmäßig für ein warmes Mittagessen gesorgt, die Grundschulkinder nicht nur bei den Hausaufgaben, sondern auch in Sorgen und Nöten begleitet, mit den Angeboten der „Kinder-Uni“ Bildung ermöglicht, Vertrauen zu den Eltern aufgebaut, und vieles mehr: Elke Szulczyk und Elif Özdemir haben das Niedergirmeser Projekt „Zeit mit Kindern/Kindertafel Ra-Ta-Tui“ am Laufen gehalten.

Doch zum 30. Juni endet diese Arbeit. „Zeit mit Kindern“ kann von der evangelischen Kirchengemeinde nicht weiter finanziert werden. Dies war Anlass für Elke Szulczyk und Elif Özdemir, sich mit einer Feier aus ihrem hauptamtlichen Dienst zu verabschieden. Gekommen waren Freunde, Unterstützer und Weggefährten.

„Sie waren das Herz und die nachhaltige Kraft von ‚Zeit mit Kindern’“, dankte Christof Mayer beiden. „Das Konzept unserer ‚Gemeinde als Herberge’ haben Sie glaubwürdig umgesetzt.“ Die Auszeichnung mit dem Hessischen Integrationspreis sei ein Zeichen für die Qualität ihrer Arbeit gewesen. Denn ein Großteil der betreuten Kinder komme aus muslimischen Familien. Der Diakon der Kirchengemeinde Niedergirmes bedauerte  gleichzeitig, dass das Projekt eingestellt werden muss: „Es tut mir sehr leid und schmerzt mich persönlich.“

Nach Trauma kehrt das Vertrauen zurück Harald Würges, ehemaliger Projektleiter und Initiator von „Zeit mit Kindern“, berichtete von einem Kind, das nach der Flucht aus Bosnien aufgrund traumatischer Erfahrungen zunächst stumm blieb und dann langsam Vertrauen lernte und wieder zu sprechen begann.

„Ihr habt in Eurer Zusammenarbeit auch das gute Miteinander zweier unterschiedlicher Kulturen abgebildet“,, sagte Gemeindepfarrerin Ellen Wehrenbrecht.

Uta Barnikol-Lübek / Pascal Reeber